18 Jul 2014

WIE EINE HEIMAT FÜR DAS HERZ ENTSTEHT

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“Wie sehr ist die Gefahr, das von Workshop zu Workshop mit immer wieder anderen Menschen … zu erleben, aber ohne die Fähigkeit eines kontinuierlichen, verbindlichen Wachstums?” Ein Workshopteilnehmer, Leiter bei einer kleinen Gemeinde, stellte mir ganz neu diese Frage.

guenter-voelk-portrait-swNatürlich habe ich mir diese Frage auch bereits gestellt – schon 2012. Meine wichtigste Berufung und Hauptaufgabe ist es nicht, von Workshop zu Workshop zwischen immer wieder anderen Menschen auf’s Neue innige Verbundenheit einzuladen und zu fördern, sondern vor Ort, in stabilen Gruppen, in denen die Menschen gemeinsam über sich selbst hinauswachsen.

Meine Männergruppe im CVJM-Haus Nürnberg ist da Vorbild und Modell. Sie ist inzwischen eine “unkaputtbare” innige Herzensgemeinschaft, und ganz und gar unabhängig von mir. Sie hat in 14 Monaten einen bemerkenswerten, fast unglaublichen Prozess durchgestanden und ist fähig, neue Mitglieder “auf eigene Faust” auf einer sehr innigen Ebene zu integrieren.

Diese Männergemeinschaft hat zudem noch eine spannende Entwicklung vor sich: Gemeinsam mehr und mehr über sich selbst hinaus zu wachsen. Ich selbst kann mich dort outen, Buße tun, weinen und lachen. Es ist eine Ehre für mich, Mitglied dieser Gruppe zu sein. Und es ist eine Ehre für mich, Hauskreisen und Hausgemeinden bei diesem Wachstumsprozess zu begleiten.

Die Workshops mit wechselnder Zusammensetzung werden jedoch bleiben und in der Häufigkeit zunehmen. Sie erfüllen eine Funktion, ohne die das Ganze nicht deutschlandweit wachsen kann, ohne die niemand auf so “ungezähmte” Art auf den Geschmack kommen würde, was Gemeinschaft in dieser Innigkeit für ihn bedeuten kann.

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